Es müssen nicht immer Tulpen sein
3.980,00 €
Vintage Demi-Parure mit Diamantrosen in Silber, Niederlande um 1955
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Description
Diamanten werden in zahlreiche Formen geschliffen – am bekanntesten ist heute der Brillant. Doch in früheren Jahrhunderten waren andere Schliffe weit verbreiteter! Im 16. Jahrhundert zum Beispiel wurden Diamanten meist im sogenannten Rosenschliff facettiert. Zahlreiche berühmte Edelsteine, wie der „Orloff“ oder der „Großmogul“, wurden in diesem Stil geschliffen. Der Rosenschliff zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberseite des Diamanten sternförmig facettiert ist, während die Unterseite flach bleibt. So entsteht ein ganz spezifischer, sanfter Schimmer, der sich deutlich vom manchmal grellen Funkeln moderner Brillanten unterscheidet.
Auch heute erfreut sich die Diamantrose, die ihren Ursprung in den Niederlanden hat, großer Beliebtheit. Ein wunderbares Beispiel dafür ist das hier vorliegende Set – eine Demi-Parure aus Ohrsteckern und einer Brosche, die sich auch als Anhänger tragen lässt. Alle Stücke sind als funkelnde Blüten gestaltet: Eine große Diamantrose bildet jeweils das Zentrum, um das sich mit weiteren Diamanten besetzte C-Schwünge wie Blütenblätter anordnen. So entstehen drei harmonisch aufeinander abgestimmte Schmuckstücke, die an die Gestaltung des späten 19. Jahrhunderts erinnern und eine zarte, nostalgische Note verbreiten.
Brosche und Ohrstecker sind aus Gold gefertigt und mit einer Schauseite aus Silber versehen – eine Technik, die als „Silber auf Gold“ bekannt ist. Sie war in früheren Jahrhunderten weit verbreitet, da moderne weiße Metalle wie Platin oder Weißgold noch nicht zur Verfügung standen. Auch hier zeigt sich also, wie sehr sich diese Schmuckstücke an historischen Vorbildern orientieren und diese in handwerklich feinster Weise neu interpretieren.
Die Stücke sind in den Niederlanden entstanden, wie die Punzen belegen. Entdeckt haben wir sie in München.Die Stadt Amsterdam war viele Jahrhunderte lang das florierende Zentrum des globalen Diamanthandels. Die Schiffe der Ostindienkompanie brachten die kostbaren Steine zuerst aus Indien, seit dem 18. Jahrhundert dann vor allem aus Brasilien in die Niederlande. Zweihundert Jahre zuvor hatten sich aus Spanien und Portugal vertriebene Juden, die seit langem im Diamanthandel tätig waren, im toleranten Amsterdam niedergelassen.
Hier behielten sie ihre Beziehungen zu ihren alten Heimatländern bei, was sich als ausgesprochen vorteilhaft für den Handel erweisen sollte. Mit ihrer Hilfe gelang es den Niederländern im Jahr 1725, einen profitablen Vertrag mit der portugiesischen Krone abzuschließen: Sämtliche Diamanten aus den neu entdeckten Vorkommen Brasiliens wurden von nun an ausschließlich an niederländische Händler verkauft.
Der nun einsetzende, stetige Zustrom von Edelsteinen beflügelte auch die Amsterdamer Diamantschleifer, die zusammen mit ihren Kollegen in Antwerpen bald zu den bedeutendsten Meistern ihres Faches avancierten. Zahlreiche technische Neuerungen entstanden in den versierten Betrieben, und überkommene Schliffformen wurden perfektioniert. Eine Spezialität der Stadt war der Rosenschliff, der heute noch im Englischen als „Dutch rose cut“ bezeichnet wird.
| Material: | 111 Diamanten im Rosenschliff, max. 4,5 mm Durchmesser, gute bis sehr gute Farbe und Reinheit Gold 585/000, entspricht 14 Karat Silber |
| Stempelungen: | Niederländische Eichenblattpunze „585“ sowie Schwertmarke „925“ für Gold und Silber auf den Ohrringen und der Brosche, auf den Steckbrisuren zusätzlich der Feingehalt „925“ |
| Größe: | Die Brosche 3,1 cm Durchmesser, als Anhänger mit Schlaufe 3,6 cm lang Die Ohrstecker 1,4 cm Durchmesser |
| Gewicht: | Zus. 20,5 g |
| Zustand: | Sehr gut |
| Weiteres: | Die Schmuckstücke sollten nur trocken gereinigt werden, da die Diamanten geschlossen gefasst sind. Eindringendes Wasser könnte dazu führen, dass die Silberfolien hinter den Diamanten ihren Glanz verlieren |
| Zertifikat: | Lieferung mit Zertifikat |
| Objekt-Nr.: | 21-1297 |

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